Richtig auf dem Rücken schlafen – aber wie? Das sind Ihre Vorteile!

- Geschrieben von Author: Fabian in | 6 min lesen
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Laut Dermatologen ist es möglich, Seitenschläfer, anhand ihrer charakteristischen Gesichtsfalten, mit bloßen Augen zu erkennen.
Sie sind selbst Seitenschläfer und möchten Ihre persönliche Schlafposition der Öffentlichkeit vorenthalten? Dann ist der Wechsel in die nächtliche Rückenlage in jedem Fall eine Überlegung wert.

 

Diese Vorzüge genießen Rückenschläfer

Lediglich 14 % der Bevölkerung zählen zu den waschechten Rückenschläfern. Dabei ist diese Schlafposition, im Vergleich zur Bauch- oder Seitenlage, mit Abstand die gesündeste. Der entscheidende Vorteil der Rückenlage ist die gerade und natürliche Ausrichtung der Wirbelsäule. Zur Vorbeugung schmerzhafter Verspannungen ist die richtige Unterlage, vom Lattenrost bis zur Kopfstütze, entscheidend.
Außerdem trägt diese Schlafposition dazu bei, die Entstehung von Falten wirksam auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Sie nachts regelmäßig unter Sodbrennen leiden, verspricht die Nachtruhe auf dem Rücken ebenfalls Abhilfe.

Hier erfahren Sie mehr über die besten Schlafpositionen für eine gesunde Nachtruhe.

Auf dem Rücken schlafen lernen – so werden Sie zum Rückenschläfer

Hat sich der Körper erst einmal an eine bestimmte Schlafposition gewöhnt, fällt es in der Regel alles andere als leicht, diese nachhaltig zu beeinflussen. Selbst wenn es Ihnen gelingt, in Rückenlage einzuschlafen, wird Ihr Körper wenig später die altbewährte Position einnehmen. Folgende Tipps unterstützen Sie in Ihrem Vorhaben, als Rückenschläfer eine orthopädisch korrekte Haltung einzunehmen:

Flache Ausrichtung Ihres Körpers

Um als Rückenschläfer den gewünschten Erholungseffekt erzielen zu können, ist es wichtig zunächst eine flache Ausgangsposition einzunehmen. Hals und Kopf sollten dabei eine neutrale Position einnehmen, ohne den Schwerpunkt auf eine bestimmte Seite zu verlagern. Zu Beginn der Anpassungsphase wird Ihnen die gerade Kopfhaltung sowie die gleichmäßige Ausrichtung Ihrer Knie einiges an Überwindung kosten. Je besser es Ihnen gelingt, Ihrem Instinkt zu widerstehen, desto näher rückt auch das Ziel, schon bald den Rückenschläfern anzugehören.

Erhöhte Lagerung des Kopfes

Keinesfalls sollten Sie Ihren Kopf in Rückenlage ohne Unterstützung lagern. Für eine orthopädisch korrekte Haltung ist eine leicht erhöhte Positionierung des Kopfes unerlässlich. Zur weiteren Unterstützung können außerdem ein gutes Kissen, welches sich einfach unter die Arme klemmen lässt, beitragen. Hierfür eignen sich vor allem Buchweizenkissen. Diese sind besonders flach und lassen sich individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Unabhängig davon, für welches Hilfsmittel Sie sich entscheiden, ist eine unnatürliche Ausrichtung der Wirbelsäule während des schlafens unbedingt zu vermeiden.

Druckentlastung durch Kissen

In den ersten Tagen der Umgewöhnung versprechen die Nächte erfahrungsgemäß nur wenig Erholung Da Ihr Körper instinktiv versuchen wird, in gewohnte Verhaltensmuster zu verfallen, sind mehrmalige nächtliche Positionswechsel keine Seltenheit. Durch das ungewohnte Aufliegen Ihres Rückens kann es zudem vorkommen, dass sich ein Druckgefühl, bis hin zu leichten Schmerzen, einpendelt. Mit einem Kissen, das einfach zwischen die Knie geklemmt wird, lassen sich die Beschwerden oftmals spürbar lindern.

Einzelne Streck- und Dehnübungen vor dem Schlafengehen können außerdem dabei helfen, das Druckgefühl zu verringern. Mit einem Zeitaufwand von wenigen Minuten lassen sich verschiedene Übungen, wie beispielsweise die sogenannte „Taube“, problemlos in den Tagesablauf integrieren.

Entspannt schlafen in der Seesternposition

Die Seesternposition gilt als äußerst angenehm, ist einfach zu lernen, jedoch für Paare nur bedingt geeignet. Vor allem, wenn Sie Ihr Bett teilen, kann diese besondere Schlafposition, aufgrund des großen Platzbedarfs, schnell zu Unstimmigkeiten in der Nacht führen. Zur Einnahme der Seesternposition legen Sie sich flach auf den Rücken und strecken Arme und Beine weit von sich. Diese Technik gilt auch als bewährte Maßnahme, um Druck und Schmerzen wirksam zu lindern.

Halten Sie durch!

Die Umstellung vom Bauch- oder Seitenschläfer zum Rückenschläfer gelingt nicht über Nacht. Selbst wenn Sie in den ersten Wochen noch oft in der gewohnten Schlafposition erwachen, sollten Sie keinesfalls aufgeben. Drehen Sie sich konsequent in die Rückenlage zurück, auch wenn Sie dies einiges an Überwindung kostet. Wenn Sie sowohl Durchhaltevermögen als auch einen eisernen Willen beweisen, werden Sie Ihr Ziel über kurz oder lang garantiert erreichen.

Häufig gestellte Fragen

Fazit

Dass die Rückenlage zurecht den Status der gesündesten Schlafposition genießt, verdeutlichen deren zahlreichen Vorzüge. Die Aussicht darauf, der Entstehung von Falten entgegenzuwirken oder bestehende Schmerzen im Nacken und Wirbelsäule wirksam zu lindern, bestärkt Sie darin, an Ihrem Vorhaben festzuhalten.
Bleiben erste Erfolge selbst nach Wochen des konsequenten Trainings aus, sollten Sie intensive Ursachenforschung betreiben. Möglicherweise bietet Ihnen Ihre Matratze nicht die bestmögliche Unterstützung, welche Sie dringend benötigen. Auch das Bett oder der Lattenrost können die Ursache mangelnden Erfolgs sein. Als Anhaltspunkt dient hier die bisherige Nutzungsdauer der Modelle. Die besten Matratzen für Rückenschläfer finden Sie hier.

Gewiss wird sich die Umstellung als Geduldsprobe erweisen, doch wenn Sie durchhalten, können Sie stolz auf sich sein

Quellen

Forschung zu Rückenschlafen und SIDS
Instinktive Schlaf- und Ruhehaltungen