Mythen und Wahrheiten über Backofenreinigerdämpfe

- Geschrieben von Author: Florian in | 4 min lesen
Angela Brown

Die Reinigung des Ofens ist eine notwendige, aber mühsame Aufgabe. Man schrubbt, wischt, murmelt Flüche unter der Nase und versucht, den letzten Rest Ofenreiniger ganz hinten loszuwerden. Und Wasch- und Reinigungsmitteln haftet oft das Stigma an, dass sie extrem giftig sind und mehr schaden als nutzen. Ist das wirklich so?

Also, wenn Sie:

  • daran denken, Ihren Backofen mit gekauften Produkten zu reinigen;
  • wissen wollen, wie Sie mit Ofenreinigerdämpfen umgehen und Vergiftungen vermeiden können;
  • sich fragen, wie Sie Backofenreiniger-Rückstände entfernen können,
  • dann lesen Sie weiter! Dieser Artikel wird Ihre Fragen beantworten.

Woraus werden Backofenreiniger hergestellt?

Die meisten handelsüblichen Ofenreiniger enthalten Chemikalien, die helfen, Fett und Schmutzablagerungen im Inneren Ihres Ofens abzubauen und zu reinigen. Sie haben oft eine Warnung vor Gesundheitsschäden und es steht deutlich auf dem Etikett, dass Sie vorsichtig mit ihnen umgehen sollen. Was enthalten solche Reinigungsmittel also eigentlich?

  • Lauge – Der aktive Inhaltsstoff in fast allen Ofenreinigern. Sie wird oft als Lauge oder ätzendes Alkali bezeichnet. In konzentrierter Form ist sie hochgradig ätzend für organische Materialien (wie uns, Menschen und jegliche organische Materie). Es ist jedoch sehr erfolgreich beim Lösen von hartnäckigen Ablagerungen und Fettverschmutzungen. Wenn Sie nicht wollen, dass es Ihre Haut beschädigt, sollten Sie es nie mit bloßen Händen anfassen! Tragen Sie immer Schutzhandschuhe und spülen Sie anschließend gut mit warmem Wasser nach.
  • Ätznatron – Genau wie Lauge ist es eine ätzende Base, die die Kraft hat, Fett, Öl und Fette aufzulösen. Es wird oft in Ofenreinigern, Abflussöffnern und industriellen Reinigungsprodukten verwendet. Es sollte mit Vorsicht gehandhabt werden und Sie sollten immer eine Schutzausrüstung tragen.
  • Sodium Laureth Sulfate – Dies ist ein Tensid, das häufig in allen Arten von Reinigungsprodukten enthalten ist. Sie finden es in den Zutatenlisten von Zahnpasta, Shampoos, Seifen und Schaumbädern. Es sorgt dafür, dass das Produkt sprudelt und schäumt.

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Sind Backofenreinigerdämpfe gefährlich?

Wie jedes Produkt, das Chemikalien enthält, sollten auch Ofenreiniger mit Vorsicht behandelt werden. Die Dämpfe können giftig sein, sind aber meist ätzend. Damit sie Schaden anrichten können, müssen sie in direkten Kontakt mit Ihrer Haut kommen. Sobald Sie den Reiniger mit warmem Wasser und einem Schwamm abwischen, ist er mitsamt seiner eventuell schädlichen Wirkung verschwunden.
Spülen Sie den Ofenreiniger vollständig von allen Ecken und Teilen Ihres Ofens ab. Auf diese Weise vermeiden Sie mögliche Lebensmittelvergiftungen oder Dämpfe, wenn Sie den Ofen einschalten.

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Backofenreiniger Eingeatmet?

Ofenreiniger-Vergiftungen sind eigentlich ziemlich häufig, aber tödliche Fälle sind eine Seltenheit. Sie tritt durch mangelnde Aufmerksamkeit, Nichtbenutzung von Handschuhen und Maske beim Reinigen oder einfach durch einen Fehler auf.

Zu den Symptomen gehören:

  • Reizung der Augen
  • Brennendes Gefühl auf der Haut und Hautausschläge
  • Atemprobleme
  • Anschwellen des Rachens und der Zunge

Was ist bei einer Ofenreiniger-Vergiftung zu tun?

  • Wenn das Produkt mit Ihrer Haut oder Ihren Augen in Berührung kommt, wischen Sie es gründlich mit warmem Wasser ab. Wenn die Reizung nicht abklingt, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufzentrale an.
  • Informieren Sie das medizinische Fachpersonal über das Produkt, das die Reizung verursacht hat, und über alle anderen Symptome, die auftreten können.
  • Befolgen Sie deren Anweisungen.
  • Leiten Sie kein Erbrechen ein, es sei denn, das medizinische Fachpersonal weist Sie dazu an.
  • Begeben Sie sich in die nächstgelegene Notaufnahme, wenn Sie keine Anzeichen für eine Besserung Ihres Zustandes spüren.

Wie man eine Vergiftung verhindert

  • Es ist wichtig, die Anweisungen auf dem Etikett des Produkts genau zu befolgen. Auch wenn Sie es schon unzählige Male verwendet haben, sollten Sie niemals Sicherheitsmaßnahmen umgehen.
  • Lesen Sie immer das Etikett und befolgen Sie die Anweisungen.
  • Tragen Sie Schutzhandschuhe und eine Maske.
  • Bewahren Sie Reinigungsprodukte außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.

Alle Backofenreiniger Rückstände entfernen

Wenn Sie der Meinung sind, dass sich Rückstände von Ofenreiniger in Ihrem Ofen befinden, können Sie diese ganz einfach entfernen. Alles, was Sie tun müssen, ist:

  1. Verwenden Sie ein feuchtes Tuch oder einen Schwamm und wischen Sie so viel wie möglich von dem Produkt ab.
  2. Mischen Sie 3 Teile warmes Wasser mit 2 Teilen Essig.
  3. Tränken Sie das Tuch oder den Schwamm in der Mischung und wischen Sie die Innenseite des Ofens gründlich ab. Einmal sollte genügen, aber Sie können es wiederholen, wenn Sie möchten.

Fazit

Backofenreinigungsmittel enthalten oft Lauge, Natronlauge und Natriumlaurethsulfat.

Sie können warmes Wasser und Essig verwenden, um Rückstände von Backofenreiniger zu entfernen.

Wenn der Backofenreiniger mit Ihrer Haut oder Ihren Augen in Berührung kommt, wischen Sie ihn sofort mit warmem Wasser ab.

Tragen Sie beim Umgang mit scharfen Chemikalien immer eine Schutzausrüstung.
Befolgen Sie genau die Anweisungen auf dem Produktetikett, um Probleme zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen